Störungsticker:

HE: Die Gemeinde Lehre soll bessere Nahverkehrsanbindung erhalten

Helmstedt. Die Anbindung der Gemeinde Lehre an den Nahverkehr soll zukünftig besser ausgebaut werden. Der Regionalverband Großraum Braunschweig (RGB) hat hierfür einen entsprechenden Vorschlag zur Diskussion in die politischen Gremien gegeben. Das Ziel: Die Einrichtung einer neuen Buslinie in der Gemeinde.

Die Gemeinde Lehre befindet sich geographisch zwischen den beiden Städten Braunschweig und Wolfsburg und würde somit starke Mobilitätsbeziehungen in beide Oberzentren besitzen, so der RGB. Der Ortsteil Lehre sei Grundzentrum der Gemeinde und über die RegioBus-Linie 230 (Braunschweig <-> Wolfsburg) bereits optimal an Braunschweig und Wolfsburg angebunden. In der Frühspitze zwischen 5 und 8 Uhr ist die Linie 230 auf einen 15-Minuten-Takt verdichtet und verkehrt zur restlichen Zeit in einem 30-Minuten-Takt. In den sonstigen nachfrageschwächeren Zeitlagen verkehren die Busse im 60-Minuten-Takt.

Umliegende Ortschaften benachteiligt

Die Anbindung der Ortschaften Essenrode, Klein- und Großbrunsrode an die RegioBus-Linie 230 sei aber, so der RVB, zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht oder nur sehr vereinzelt gegeben. Gleichermaßen könne das Gemeindezentrum Lehre nicht im zufriedenstellenden Maße erreicht werden, da über den Tag verteilt nur acht direkte (Schul-) Verbindungen von Essenrode, Klein- und Großbrunsrode nach Lehre bestehen (von Montag bis Freitag) und diese keinen oder nur einen zufälligen Anschluss an die Linie 230 bieten würden. Am Wochenende gebe es überhaupt keinen direkten Fahrtmöglichkeiten. Zwar bestehe mit der Linie 427 und der Stadtbahnlinie 1 eine regelmäßige Verbindung von Essenrode nach Braunschweig, jedoch nicht umstiegsfrei und nicht direkt in das Innenstadtgebiet. Eine getaktete regelmäßige Verbindung nach Wolfsburg bestehe in keiner der drei Ortschaften.

Bewohner Essehofs bieten die derzeitigen Angebote nur beschränkt die Möglichkeit, das Grundzentrum Lehre zu erreichen, da die KVG-Linien 386 und 387 wie bereits zuvor beschrieben nur unregelmäßig und an die Schulanfangs- und -endzeiten ausgerichtet verkehren würden.

Der Nahverkehsplan 2016 des Regionalverbands Großraum Braunschweig sehe deswegen vor, das Angebot der Linie 386 besser an die RegioBus-Verbindung anzubinden. Auch die abseits gelegenen Ortschaften der Gemeinde Lehre im Linienverlauf des RegioBusses [230] sollen nach Möglichkeit besser an das Angebot der Linie angebunden werden, um so die Erreichbarkeit der beiden Oberzentren zu verbessern.

Neue Linie

Eine neue Linie könnte von Montag bis Freitag stündlich in der Zeit von 7 bis 19 Uhr, samstags stündlich in der Zeit von 8 bis 17 Uhr und sonntags stündlich in der Zeit von 10 bis 16 Uhr verkehren und von Essenrode über Klein- und Großbrunsrode sowie Lehre nach Essehof führen. Der RVB weiter: „In Lehre an der Haltestelle Rathaus besteht Anschluss an die RegioBus-Linie 230 nach Braunschweig und Wolfsburg. Der Fahrplan ist so konzipiert, dass lediglich ein Fahrzeug (VDL Sprinter) für einen Umlauf im Stundentakt benötigt wird. In der Praxis bedeutet dies, dass das Fahrzeug innerhalb einer Stunde von Essenrode nach Essehof und zurück verkehren kann und somit eine hohe Fahrzeugeffizienz gegeben ist. Ein Zweistundentakt hätte zur Folge, dass sich für das Fahrzeug lange Standzeiten ergeben würden. Daher ist davon auszugehen, dass die Kosten pro Jahr bei einem Zweistundentakt im Verhältnis zu einem Stundentakt nur geringfügig sinken würden.“

Der Regionalverband Großraum Braunschweig empfiehlt daher die Einrichtung der oben beschriebenen Linie, um eine ausreichende Verkehrsbedienung für die betroffenen Ortschaften sicherzustellen. Finanziert werden könnte dies aus Landesmitteln gemäß Niedersächsisches Nahverkehrsgesetz (NNVG). Dieses sieht vor „finanzielle Unterstützung für die Weiterentwicklung des straßengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs“ bereitzustellen.

Quelle: Regionalheute.
18.11.2017

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: