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PRO BAHN: Fahrgäste fordern mehr Geld für den Schienenpersonennahverkehr


PRO BAHN-Vertreter übergeben Petition an Bundestagsabgeordnete

Berlin (pb) 14.069 Unterschriften für eine bessere Finanzierung des Nahverkehrs auf der Schiene überreichten Vertreter des Fahrgastverbandes PRO BAHN an Vertreter des Deutschen Bundestages. „Wir fordern damit alle Beteiligten auf, bei der erreichten Einigung nicht stehen zu bleiben“, so Jörg Bruchertseifer, Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands PRO BAHN. „Die vereinbarte Erhöhung wird von den Infrastrukturgebühren, die das Bundesunternehmen Deutsche Bahn AG erhebt, aufgezehrt. Dringend notwendige Fahrplanausweitungen sind so nicht möglich.“ Er forderte die Politik auf, die Dynamik des Anstiegs der Trassen- und Stationspreise dauerhaft zu begrenzen und eine Zweckbindung der sogenannten Regionalisierungsmittel für den Schienenpersonenverkehr festzuschreiben. Zudem sieht der Fahrgastverband mit großer Sorge, dass für manche Bundesländer sinkende Anteile der Regionalisierungsmittel und damit deutlich weniger Regionalzugverkehr absehbar sind, wenn es bei den beabsichtigten Beträgen bleibt – eine aus Sicht der Fahrgäste völlig inakzeptable Entwicklung.

Seitens des Deutschen Bundestages nahm der Vorsitzende des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur Martin Burkert MdB die Unterschriften entgegen. Mit ihm waren weitere Abgeordnete der Fraktionen SPD, CDU/CSU und Bündnis90/DIE GRÜNEN zum Übergabetermin gekommen, um ihr Interesse am Thema deutlich zu machen. „Der Schienenpersonennahverkehr ist für die Verfügbarkeit sozialverträglicher Mobilität eine unverzichtbare Säule, die es zu sichern und zu stärken gilt. Ich danke dem Fahrgastverband PRO BAHN ausdrücklich für die engagierte Arbeit und den Einsatz in dieser Sache“, so Burkert.

Für den Fahrgastverband hatte Jörg Lange die Unterschriftensammlung im Internet und auf den Bahnsteigen koordiniert. Er sprach von einer beispielhaften Aktion, die viele Fahrgäste bewegt habe. „Etliche Pendler haben mir ihr Leid geklagt, dass es auf ihren Verbindungen lange Taktlücken gibt oder die Züge zu voll sind. Sie hoffen dringend auf Verbesserungen. Nur so können wir mehr Verkehr auf die Schiene bekommen und die gesetzten Klimaziele erreichen“, so Lange. Er wies auch darauf hin, dass Bund und Länder enorme Straßenausbau- und -reparaturkosten sowie langfristig hohe Folgekosten des Straßenverkehrs sparen, wenn Bus und Bahn attraktiv sind und von mehr Menschen genutzt werden.

Quelle: PRO BAHN
01.10.2015

 

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