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Die Bahn muss besser werden

Fahrgastverband PRO BAHN lobt Qualitätsoffensive

Berlin (pb) Mit großer Freude hat der Fahrgastverband PRO BAHN die angekündigte Qualitätsoffensive der Deutschen Bahn AG zur Kenntnis genommen. „Es ist eine Trendwende, wenn jetzt wirklich die vielen Schwachpunkte bei Pünktlichkeit, Fahrgastinformation und Service abgearbeitet werden. Das haben wir Fahrgäste in den vergangenen Jahren besonders im Fernverkehr schmerzlich vermisst“, so der Bundesvorsitzende des Fahrgastverbandes, Jörg Bruchertseifer. „Ich bin sehr froh, dass die jahrelangen Bemühungen und Anregungen des Fahrgastverbandes PRO BAHN jetzt endlich Gehör finden und freue mich auf eine zügige Realisierung der ersten Schritte.“

Für den Fahrgastverband PRO BAHN war diese Trendwende schon seit dem Amtsantritt von DB-Vorstandschef Rüdiger Grube in Ansätzen zu erkennen. In den Jahrzehnten zuvor waren im Unternehmen immer wieder die Kosten gedrückt worden, oft auch an der falschen Stelle. Unter anderem wurden dringend nötige neue ICE-Züge zu lange nicht bestellt – das rächt sich bis heute. „Die Bundesregierung hat sich lange Zeit für das Verkehrsmittel Bahn kaum interessiert. Man konnte den Eindruck bekommen, dass die Entwicklung des Unternehmens vom Eigentümer so gewollt oder zumindest toleriert wurde“, so Bruchertseifer. „Umso mehr freut es uns, dass jetzt viele Probleme öffentlich benannt wurden und eine Besserung in Sicht ist“. Der Fahrgastverband PRO BAHN hat bereits 2012 Rüdiger Grube mit seinem Fahrgastpreis ausgezeichnet, weil er sich schon damals verstärkt um den täglichen Zugverkehr und die auftretenden Probleme gekümmert hat. „Die Qualitätsoffensive zeigt, dass die oberste Führung der Deutschen Bahn AG tatsächlich an ihren Kunden und Fahrgästen interessiert ist. Wir werden gerne weitere Anregungen geben, wo Verbesserungen nötig sind und die Realisierung der angekündigten Verbesserungen nach Kräften unterstützen. Wir erwarten dabei auch, dass seitens der Politik das System Bahn aktiv gefördert und nicht durch neue Regeln oder Abgaben weiter belastet wird.“

Quelle: pro Bahn
05.12.2015

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