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Bahn: Alkoholverbot bei der Bahn ab 2018

Hannover. Regionale Bahnunternehmen im Norden haben mit einem Alkoholverbot bereits gute Erfahrungen gemacht. Ab 2018 kommt auf etlichen Verbindungen in Niedersachsen und Bremen das „Trinkverbot“ im Zug, teilte die Bahn am Freitag mit. Sie komme damit dem Wunsch aus zahlreichen Kundenbefragungen nach, wonach die Mehrheit der Fahrgäste ein generelles Alkoholverbot befürworten. Bestehende Verbote zeigen einen positiven Einfluss auf die Sauberkeit in den Zügen sowie das subjektive Sicherheitsempfinden der Reisenden.

Zunächst soll es eine zweimonatige Einführungsphase geben, in der Fahrgäste auf das Verbot hingewiesen werden. Später kann ein Bußgeld in Höhe von 40 Euro verhängt werden. Die betroffenen Züge werden mit Piktogrammen gekennzeichnet, die auf das Alkoholverbot hinweisen.

Verzehr und offene Getränke verboten

Bislang gilt das Alkoholverbot nur in bestimmten Zügen, zum Beispiel vor Fußballspielen. Außerdem ist Alkohol verboten in der Nordwestbahn, der Hamburger S-Bahn, den Straßen- und U-Bahnen in Hannover sowie den zwischen Niedersachsen, Bremen und Hamburg pendelnden Metronom-Zügen.

Verboten ist nach der neuen Regelung sowohl der Konsum alkoholischer Getränke als auch das Mitführen solcher Getränke, die zum Verzehr vor Ort bestimmt sind, beispielsweise geöffnete Flaschen. Unbeanstandet bleiben alkoholische Getränke, die verschlossen zum Beispiel vom Einkauf nach Hause transportiert werden.

Vandalismus entgegenwirken

Wie die „Neue Presse“ berichtete, macht das Bahnunternehmen Metronom durchweg gute Erfahrungen mit dem in seinen Zügen 2009 eingeführten Alkoholverbot. Über 90 Prozent der Fahrgäste hielten sich daran, so ein Metronom-Sprecher. Probleme hätte etwa Reisende aus Süddeutschland, wo es solche Verbote nicht gebe. Die Kosten für Reinigung oder durch Vandalismusschäden seien seitdem um 40 Prozent zurückgegangen.

Quelle: News38
23.10.2017

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